
Gesellschaftliche und bildungspolitische Veränderungen nehmen kontinuierlich Einfluss auf unsere Familien und Schulen. Reformansätze werden auf den Weg gebracht, wieder verworfen und neue entstehen. Zum Reflektieren bleibt oft keine Zeit. Individuelle, familiäre und soziale Beeinträchtigungen von Schülern werden unabhängig von der jeweiligen Schulform in Schule und Unterricht hineingetragen. Stresssituationen zeigen sich immer häufiger. Das Institut für Schulsozialpädagogik sieht seine Aufgabe darin, die schulsozialpädagogische Beratung an Gymnasien und Realschulen einzurichten, um in täglicher Präsenz präventiv und intervenierend die schulische Existenz von Kindern mit Schwierigkeiten im Lern-, Leistungs- und Verhaltensbereich zu sichern.
Um diesen Ansatz zu realisieren, wurde mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 am Ratsgymnasium Münster ein dreijähriges schulsozialpädagogisches Pilotprojekt eingerichtet, das aufgrund des großen Erfolges und des Engagements vieler Beteiligter im Schuljahr 2005/2006 weitergeführt wurde und auch im Jahr 2006/2207 erhalten bleiben konnte. Im Schuljahr 2007/2008 hat das Lehrerkollegium selbst unterstützend eingegriffen, alle Schüler durch ihre Unterschrift die Weiterführung bekundet und Eltern großes Engagement gezeigt, die schulsozialpädagogische Beratungsstelle an der Schule zur Entlastung von Schülern, Lehrern und Eltern bestehen zu lassen. Auch am Immanuel-Kant-Gymnasium hat die Schule selbst sich um dieses Angebot engagiert, so dass die schulsozialpädagogische Beratung auch dort im zweiten Jahr in gleicher Form mit Erfolg besteht. Nun soll dieses Beratungsangebot auch an weiteren Münsteraner Gymnasien und Realschulen etabliert werden. (siehe Forschungsprojekt )